BAU IN HERAUSFORDERNDER LAGE – DAS HAUS IM HANG

Bau in herausfordernder Lage – das Haus im Hang

Das Einfamilienhaus in St. Jodok auf ca. 1300m Höhe stellt den Versuch dar, dem wertvollen alpinen Landschaftsraum gerecht zu werden. Ein Gebäude, das den Naturraum nicht nur passiv konsumiert, sondern in seiner Erscheinung und Nutzung bewusst an diesem teilhat. Es ist ein kubisch geformtes Haus, das durch die Holzverkleidung schlicht und leicht in Erscheinung tritt. Durch die sich im Untergeschoss befindende, zurückgestellte Einliegerwohnung tritt das aufliegende Obergeschoss leicht und schwerelos hervor. Als würde es schweben. Ess-, Wohn- und Schlafbereich erstrecken sich über den südlichen Flügel des Obergeschosses von West nach Ost. Bei Tageslicht garantieren die horizontal durchlaufenden Fenster einen wunderbar wirksamen Lichteinfall und einen durch die enorm steile Hanglage bedingten, gewaltigen Blick ins Tal. Im Inneren bildet der Ofen das Zentrum. Er dient zum Wärmen und als Ort zum Liegen, als Sitzfläche zum Lesen, ruhen oder beisammen sein. Trotz offen gestalteter Raumaufteilung schafft dies eine sehr intime, heimelige Atmosphäre. Nach außen begrenzen west- und ostseitig angelegt Terrassen das Gebäude. Steinschlichtmauern ermöglichen angeglichene gerade Gartenflächen trotz extremen Gefälles. Der Einsatz eines Rahmens aus heimischer Lerche rund um das Glas und die Betonelemente, die rustikalen Steinelementes Kamins sowie die Begrünung des Flachdachs untermauern die aktive Teilhabe des Gebäudes an der montanen Umgebung. Bei der Planung standen ein kostenschonender und einfacher bau im Mittelpunkt. Ein enger Budgetrahmen sowie der Wunsch des Bauherren die Holzelemente selbst umzusetzen erforderte unkomplizierte Lösungen. Dass Einfachheit optisch phänomenal sein kann, beweist einmal mehr dieses Projekt auf schwindelerregender Höhe.