ZWEIGSTELLE VORARLBERG

INTERVIEW MIT LUKAS WOHLFARTER

Trotz unseres Hauptsitzes in Innsbruck geht unser Blick weit über die Tiroler Tal- und Berggrenzen hinaus, denn mit unseren Zweigstellen sind wir auch in Kärnten und Vorarlberg zuhause. Unser Team wird in den einzelnen Regionen durch unsere kompetenten und kreativen Ansprechpartner unterstützt. Gerne möchten wir euch daher heute den Leiter der Zweigstelle Vorarlberg BSc. Lukas Wohlfahrter vorstellen. Er bringt unser architektonisches Handwerk über Tirols Landesgrenzen nach Vorarlberg. In einem kleinen Interview verrät Lukas dabei nicht nur seine Ambitionen als Architekt sondern gibt uns einen Einblick in sein Leben und seine Inspirationen.

Natürlich haben wir hier gleich mit den schwierigsten Fragen begonnen, und wollten mehr über Lukas Bezug zur Architektur erfahren.

 

Architektur ist …?

Lukas: Die Möglichkeit, jetzt etwas zu erbauen und so auch die Zukunft zu gestalten. Der

Ansatz: „being creative within limitations“, den der Schlagzeuger Jost Nickel in seiner

Musik versucht umzusetzen beschreibt den Beruf eines Architekten meiner Meinung

nach sehr gut.

 

Was bedeutet Architektur für dich?

Lukas: Architektur bedeutet für mich Räume zu schaffen. Gute Architektur ist für mich, wenn

man sich in einem Raum wohlfühlt, oder davon positiv beeindruckt ist. Dies gilt aber nicht

nur für Innenräume, sondern auch für den Außenbereich, wie zum Beispiel Innenhöfe,

Plätze oder gar Straßenzüge. Da die Architektur unser Umfeld und das Zusammenleben

in allen Lebensphasen prägt, ist es wichtig, sich diese gesellschaftliche Relevanz stets

vor Augen zu führen.

 

Wie würdest du deinen architektonischen Stil beschreiben?

Lukas: Traditionelle Bauweisen modern interpretiert

 

Welche Einflüsse hat dein Standort Vorarlberg auf deine Gestaltungen?

Lukas: Durch Vorarlberg und allen voran dem Bregenzerwald, bin ich durchaus geprägt von

innovativem Holzbau und handwerklich hochwertigen Arbeiten.

 

Warum sollte ein Bauherr mit einem Architekten zusammenarbeiten?

Lukas: Ich denke durch die umfassende Ausbildung während dem Studium ist man als Architekt

fähig, die Ideen und Vorstellungen der Bauherrschaft sowohl gestalterisch als auch

technisch zu vereinen und daraus das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

 

 

Im Zweiten Teil des Interviews wollten wir doch noch etwas mehr über den kreativen Kopf in Vorarlberg erfahren und euch Lukas noch etwas persönlicher vorstellen.

 

Welche deiner Arbeiten ist dein Lieblingsprojekt?

Lukas: Bei den bisherigen Arbeiten könnte ich keines als „DAS“ Lieblingsprojekt bestimmen.

Jedes Projekt für sich hat viele spannende Herausforderungen und da jedes einzigartig

ist, wächst einem doch jedes Projekt zu einem gewissen Grad ans Herz. Vor allem,

wenn man sieht, wie aus dem Plan gebaute Realität wird.

 

Was inspiriert dich?

Lukas: Inspiration erhalte ich oftmals in ganz gewöhnlichen Alltagssituationen, wenn ich nicht explizit nach Ideen suche, wie bei einem Spaziergang durch die Stadt. Aber auch in der Natur gibt es viele inspirierende Momente, nicht umsonst werden in modernen Fertigungstechniken oft biologische Strukturen zum Vorbild genommen, gerade im Hinblick auf ressourcenschonendes Arbeiten.

 

Wer sind deine Vorbilder und warum?

Lukas: Ich habe keine klassischen „Vorbilder“ in dem Sinn. Für mich sind es eher einzelne

Projekte, als die Architekten. Dadurch, dass wir in Vorarlberg sehr viele hervorragende

Architekten haben, sind namhafte Büros wie: Bernardo Bader, Innauer Matt, Hermann

Kaufmann,… immer eine Adresse für spannende Projekte, aber mein Zugang zu

„Vorbildern“ ist immer über das Bauwerk.

 

Welches „architektonische Meisterwerk“ hättest du gerne entworfen und warum?

Lukas: Den deutschen Pavillon in Barcelona (Barcelona Pavillon) von Ludwig Mies van der

Rohe. Ich bin erstaunt, wie man trotz Einfachheit in der Konstruktion, durch Details so

viele spannende Räume und Blickbeziehungen erzeugen kann. Mies v.d.R. wird auch

das Zitat „God is in the detail“ zugeschrieben, was er mit diesem Projekt eindrucksvoll

bestätigt.

 

Was ist dein Ausgleich zur Arbeit?

Lukas: Für mich ist der beste Ausgleich zum Arbeitsalltag die Bewegung im Freien. Seien dies

Wanderungen in den Bergen oder Sportarten wie Fußball, Laufen, Golf, Snowboard oder

Skifahren. Manche Tage dürfen sich aber im Garten oder beim Musizieren auch ruhiger

Gestalten.

 

 

An dieser Stelle sagen wir danke für den persönlichen Einblick. Wir freuen uns schon, viele weitere Projekte gemeinsam mit Lukas Wohlfarter umsetzen zu können und sind uns sicher dass wir noch so einiges gemeinsam erreichen können.

Lukas Wohlfarter