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Zwischen Licht und Architektur.

In der Architektur verursachte das künstliche Licht zur Moderne ein radikales Umdenken. Raum und Licht stehen zueinander in permanenter Wechselwirkung. Der Raum formt das Licht, das Licht formt den Raum. Heute zählt Licht zu den ausschlaggebendsten Gestaltungsmittel der modernen Architektur. Mit elektronischen Steuergeräten kann ein Beleuchtungssystem flexibel und dynamisch an seine Anforderungen angepasst werden. Durch den gezielten Einsatz von verschiedenen Lichtfarben können tageszeitspezifische Anforderungen erfüllt werden. Objekte und Räume können vorteilhaft beleuchtet und ganze Bauten bzw. Städte können in Szene gesetzt werden.

Foto Hannah Seiwald | Inverview zum Thema Licht und Architektur

Hanna Seiwald | Projektleitung Architektur Innenraumdesign

Lichteffekte durch Designerlampe | Lichtkonzept Architektur

Wir haben mit unserer Projektleiterin (Architektur und Innenraumdesign) Hanna Seiwald über die Magie des Lichtes gesprochen und dabei wissenswerte Erkenntnisse für Bauherr:innen erlangen können. Im Interview spricht sie über den richtigen Einsatz von künstlichem und natürlichem Licht und dessen Auswirkung auf das menschliche Wohlbefinden.

Welche Bedeutung hat das Licht für die Architektur?

Hanna: Natürliches Licht wirkt sich positiv auf den Raum und uns Menschen aus. Wie wichtig Licht für uns Menschen ist, verdeutlich die Mindestbelichtungsfläche, die in den OIB Richtlinien festgelegt ist. Als Architekten sehen wir diese Mindestgrenze als Anregung, unser Belichtungsanspruch geht aber weit über dieses Mindestmaß hinaus.
Licht hat viel mit Stimmung, Wohlbefinden und Geborgenheit zu tun. Deshalb spielt der gezielte Einsatz von Licht in der Architektur eine wesentliche Rolle. Vor allem Lichtfarben wirken sich individuell auf den Menschen aus und haben einen psychologischen Effekt. Der Mensch ist ein Naturwesen und fühlt sich bei erdigen Lichttönen geborgen. Blautöne werden als kühl empfunden, stehen aber in der Farbenlehre für Klarheit und eignen sich ideal für Arbeitsplätze oder Arztpraxen.

Worauf achtest du speziell bei der Planung eines neuen Lichtkonzepts?

Hanna: Die Wirkung auf uns Menschen ist nicht nur von der Lichtfarbe, sondern zugleich auch von der Lichtintensität und Lichtrichtung abhängig. Diese Faktoren in Kombination gesetzt, schaffen eine Lichtatmosphäre, auf die wir Menschen reagieren.

Die Lichtkonzepte werden unter Berücksichtigung der tatsächlich eingesetzten Leuchtmittel und deren Ausleuchtung von uns erstellt. Denn jedes Leuchtmittel beleuchtet immer eine gewisse Radiusfläche. Die Aufgabe der Beleuchtungsplaner:innen ist es, Räume lichttechnisch so zu konzipieren, dass jeder Winkel gut ausgeleuchtet wird.

Meine Aufgabe liegt darin, die Inneneinrichtung optisch in Szene zu setzen. Hier richte ich meinen Fokus besonders auf die direkte und indirekte Beleuchtung. Räume sollten hell genug sein, man sollte nicht geblendet werden oder etwa auf einen Sternenhimmel voller Spots hinaufschauen müssen.

Was sollte man als Bauherr:in bei der Lichtqualität berücksichtigen?

Hanna: Zunächst kommt es auf die individuellen Anforderungen der Bauherrschaft darauf an. Grundsätzlich sollte man aber beim Lichtkonzept auf drei wesentliche Faktoren achten. Nämlich auf die Art und Größe des Raumes, die Lichtintensität und das Beleuchtungsobjekt.

Licht kann einen Raum weiten oder die Wände näher rücken lassen, die Decke senken oder anheben. Die Herausforderung liegt darin, das Licht in einer Weise einzusetzen, die die Stärken betont oder die Schwächen ausgleicht. Licht und Schatten erschaffen Konturen und sorgen für eine positive Stimmung. Mehrere, unterschiedliche Lichtquellen tun jedem Zimmer gut.

Vielen Dank für das nette Gespräch.